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Erziehung der Katze
"Katzen sind eigensinnig!", "Sie machen ja doch, was sie wollen!", "Stubentiger kann man nicht erziehen!" - Immer wieder hört man solche Aussagen oder findet sie sogar in einschlägiger Fachliteratur bestätigt. Ganz so einfach lässt sich der kätzische Charakter jedoch nicht abhandeln. Zwar kann sicherlich jeder Katzenhalter bestätigen, dass Samtpfoten fürwahr ihren eigenen Kopf haben und sich ganz und gar nicht gerne herumkommandieren lassen, aber dennoch gibt es diverse Möglichkeiten, die uns Zutritt zur Katzen-Psyche verschaffen und somit einen Einfluss auf das Verhalten der Katze ermöglichen. Natürlich unterscheidet sich die Erziehung einer Katze grundlegend von der eines Hundes. Vielen Hunden bereitet es Freude, ihren Besitzer auf Schritt und Tritt zu begleiten und seinen Anordnungen Folge zu leisten. Bei Samtpfoten verhält es sich anders: Sie führen ihr eigenes Leben und sehen vermutlich keinen tieferen Sinn darin, ihrem Halter bedingungslos zu gehorchen. Wer ein leicht erziehbares Haustier haben möchte, welches ihm aufs Wort folgt, wird von einer Katze sicherlich enttäuscht sein. Gedrillte Stubentiger gehören nun einmal zu den Ausnahmen. Schläge und lautstarke Schimpfkanonaden sind tabu! Trotz dieser
schlechten Prognose ist es durchaus möglich, Katzen bis
zu einem gewissen Grad erzieherisch zu beeinflussen. Das Zusammenleben
von Zweibeinern und Vierbeinern erfordert nun einmal das Einhalten
gewisser Regeln und das sollte man auch seiner Katze frühzeitig
klarmachen. Bevor wir darauf eingehen, welche Erziehungsmethoden
für Katzen geeignet sind, soll kurz erwähnt werden,
was man in jedem Fall vermeiden sollte: Erziehungsmethoden Auch wenn Katzen
als eigenwillige und sture Tiere gelten, so verfügen
sie doch über einen hohen Grad an Sensibilität.
Sie schätzen leise Töne, ein dezentes Verhalten
und sind durchaus dazu in der Lage, Stimmungsschwankungen
ihrer Bezugspersonen genau wahrzunehmen. Stubentiger verstehen
die kleinsten Signale und merken durchaus, wann uns ihr Verhalten
widerstrebt (Ausgenommen sind natürlich junge Katzen,
die erst ihre Erfahrungen im Zusammenleben mit dem Menschen
sammeln müssen). Verbale Anweisungen Wenn man mit
seiner Katze spricht, sollte die Stimme ruhig und vertrauenserweckend
klingen. Nur Katzen, die ihrem Besitzer vertrauen, sind auch
dazu bereit, seinen Anweisungen Folge zu leisten. Verstößt
der Stubentiger gegen die Regeln des Zusammenlebens, rügt
man ihn kurz und deutlich, zum Beispiel durch ein klares "Nein!". Ein leichter Klaps mit der Zeitung kann nichts schaden Nun kann es
natürlich trotzdem geschehen, dass Ihre Katze ein besonders
eigensinniges Exemplar ist und auch nach dem fünften
drohenden "Runter!" noch immer mitten auf dem Küchentisch
sitzt. Ist dies der Fall, muss man zu "härteren
Maßnahmen" greifen. Eine zusammengerollte Zeitung
kann diesbezüglich gute Dienste leisten - vorausgesetzt,
man setzt sie gefühlvoll und in erster Linie symbolisch
ein. Die Wasserpistole Manchen Tierfreunden
sträuben sich beim Gedanken an den Einsatz der Wasserpistole
die Haare, aber eigentlich ist gegen diese Methode nichts
einzuwenden, da die Katze hierdurch sicherlich nicht zu Schaden
kommt. Im Gegenteil: Der moderate Einsatz einer Wasserpistole
kann dazu beitragen, dass schlechte Angewohnheiten der Katze
sehr schnell abklingen. Das sorgt wiederum für eine bessere
Stimmung innerhalb der Zweibeiner-Vierbeiner-Beziehung und
damit ist letztendlich auch der Katze gedient. Aromastoffe In einer Wohnung
gibt es nun einmal Plätze, an denen eine Katze nichts
verloren hat. Solange man anwesend ist, ist es nicht weiter
schwierig, den Stubentiger von Küchentischen, gedeckten
Tafeln und heißen Herdplatten fernzuhalten. Doch sobald
man den Wohnraum verlässt, kann unser Vierbeiner ganz
ungestört auf eine ausgedehnte Entdeckungstour gehen,
die sicherlich mehrere "verbotene Zonen" als Stationen
aufweist. Katzen sind eben neugierig und Orte, die sie in
Anwesenheit des Zweibeiners nicht aufsuchen dürfen, sind
ganz besonders interessant. Warum müssen Katzen überhaupt erzogen werden? Die beschriebenen
Maßnahmen gehören sicherlich zu den gängigsten
Erziehungsmethoden, die erfahrene Katzenhalter bei ihren Tieren
anwenden. Dennoch ist jeder Stubentiger anders und es kann
sein, dass Sie eine ganz speziell auf ihn zugeschnittene Methode
entwickeln müssen (zum Beispiel in die Hände klatschen),
damit er letztendlich tut, was Sie von ihm verlangen. Die Küche Es bleibt natürlich
jedem Katzenhalter überlassen, ob er seine Vierbeiner
auf den Arbeitsplatten der Küche duldet oder nicht, aber
es ist sicherlich hygienischer, der Katze den Sprung auf die
Küchentische von vorneherein zu verbieten. "Meine
Katze ist aber nicht dreckig. Sie ist entwurmt, geimpft und
kerngesund", mag nun manch einer grummeln und das mag
ja auch so sein. Dennoch: Auch eine gesunde und entwurmte
Katze sucht regelmäßig ihre Katzentoilette auf
und scharrt mit den Pfoten in der verschmutzten Einstreu.
Wenn man dies berücksichtigt, sieht man eventuell ein,
warum Katzen nichts auf Tischen zu suchen haben, auf denen
Lebensmittel verarbeitet werden. Haushaltsgeräte Auch Bügeleisen und Waschmaschinen haben ihre Tücken. Viele finden es niedlich, wenn sich ein kleines Kätzchen in der Trommel der Waschmaschine versteckt und ein Nickerchen darin hält. Selbst wenn die Katze geradezu verrückt danach ist, die Waschmaschine zu ihrem neuen Lieblingsplatz zu machen, sollte man ihr diesen Spaß von Anfang an verbieten. Die Wäschetrommel ist tabu, weil es ansonsten unter Umständen irgendwann zu einem fatalen Unfall kommen kann. Immer wieder hört man von Katzen, die versehentlich "mitgewaschen" wurden, weil ihr Besitzer nicht bemerkte, dass sich sein Liebling in der Wäschetrommel befand. Ein solche Tortur nimmt meistens ein tödliches Ende und sollte deshalb von vorneherein ausgeschlossen werden. Bügeleisen und Bügelbrett sind ebenfalls keine Spielzeuge für Katzen. Natürlich lieben es die meisten Stubentiger, Jagd auf das Kabel des Bügeleisens zu machen oder auf dem Bügelbrett herumzuturnen. Da auch hierbei eine hohe Verbrennungsgefahr besteht, sollte man dem Stubentiger von klein auf beibringen, dass er sich beim Bügeln fernhalten muss. Putzmittel Viele herkömmliche Reiniger sind giftig. Sie greifen empfindliche Schleimhäute an und können Verätzungen der Hornhaut verursachen. Es versteht sich von selbst, dass man als Tierhalter weitgehend natürliche Reinigungsmittel verwendet oder die chemischen Keulen zumindest sorgfältig wegschließt, damit sie sich außer Reichweite der Katze befinden. Zusätzlich zu dieser Vorbeugemaßnahme sollte man seine Katze so erziehen, dass sie nicht am Putzwasser herumspielt oder an den Putzmittelflaschen riecht, während man die Wohnung putzt. Ansonsten kann es schnell geschehen, dass eine schlecht verschlossene Flasche umfällt, ausläuft und die Pfoten der Katze mit Reinigungslösung benetzt. Die Katze wird instinktiv sofort an den verschmutzten Pfoten lecken und läuft Gefahr, sich eine schwere Vergiftung zuzuziehen. Giftpflanzen Katzen sollten
von Anfang an lernen, dass sie nicht an Topfpflanzen, Balkonblumen
und Blumensträußen zu knabbern haben. Auch wenn
viele Katzenhalter peinlichst darauf achten, keine Giftpflanzen
im Wohnbereich des Stubentigers aufzustellen, kann es immer
wieder vorkommen, dass doch eine toxische Pflanze den Weg
in das Haus des Katzenhalters findet. Blumensträuße
von Freunden, Neuzüchtungen und exotische Pflanzen, deren
Giftigkeit hierzulande vielleicht noch gar nicht bekannt ist,
können zu einer ernsthaften Gefahr für unsere Katze
werden. Blumensträuße sind besonders kritisch:
Sie enthalten oft eine Vielzahl unterschiedlicher Blumensorten
und werden mit dekorativem Grünzeug verschönert,
das nicht selten giftig ist (das gleiche gilt für mit
Blattspray behandelte Blätter!). Zudem werden viele Schnittblumen
mit Chemikalien behandelt, damit sie länger frisch bleiben.
Auch diese Stoffe gelangen beim Knabbern in den Katzenkörper.
Sie können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie
Leber- und Nierenschädigungen hervorrufen. Kippfenster Gekippte Fenster
können für eine Katze zu einer tödlichen Falle
werden. Stubentiger neigen dazu, ihren Kopf neugierig durch
den Spalt des gekippten Fensters zu schieben, um herauszugucken.
Manche Katzen versuchen sogar, sich durch den Spalt hindurchzuquetschen,
um ins Freie zu gelangen. Beide Varianten sind sehr gefährlich:
Die Katzen können abrutschen, stecken bleiben und sich
selbst erdrosseln. Auch Genickbrüche und Durchblutungsstörungen
mit Todesfolge können durch gekippte Fenster verursacht
werden. Tapeten, Teppiche und Polstermöbel "Katzen
zerkratzen alles", schimpfen manche Katzengegner und
weisen dabei auf eine zutiefst ursprüngliche Eigenschaft
der Gattung Felidae hin. Doch auch wenn Katzen nun einmal
das Bedürfnis haben, regelmäßig ihre Krallen
zu schärfen und lose Krallenhülsen abzustreifen,
kann man sie dennoch erfolgreich von Polstern, Tapeten und
Teppichen fernhalten, wenn man früh genug damit beginnt,
sie konsequent zu erziehen. Die beste Voraussetzung für
eine makellose Wohnungseinrichtung ist natürlich ein
Kratzbaum. Schließlich ist der Stubentiger darauf angewiesen,
irgendwo zu kratzen. Um sein Kratzverhalten zu steuern, sollte
man ihn deutlich rügen, sobald er seine Krallen an einem
unerwünschten Ort wetzt. Zusätzlich bringt man ihn
umgehend zum Kratzbaum und lobt ihn ausgiebig, wenn er artig
am Sisal kratzt. Hat die Katze erst gemerkt, dass das Kratzen
an Polstermöbeln, Tapeten und Teppichen bei ihrem Besitzer
auf heftigen Unwillen stößt, wird sie sich sicherlich
früher oder später für den Kratzbaum entscheiden. Betteln Betteln ist
eine Unart, die wirklich nerven kann. Dennoch sollte man bedenken,
dass die Ursache des Bettelns natürlich nicht beim Tier,
sondern beim Besitzer zu suchen ist. Katzen, die betteln,
haben irgendwann einmal einen Leckerbissen geschnorrt, indem
sie ihren Besitzer flehend angeblickt haben. Ein solches Erfolgserlebnis
prägt sich unauslöschlich in die Erinnerung des
Tieres ein und es wird erneut versuchen, durch Betteln an
einen leckeren Happen zu kommen. Unsauberkeit Katzen sind
reinliche Tiere. Es ist nicht besonders schwierig, sie an
den Gebrauch einer Katzentoilette zu gewöhnen. Dennoch
kann es vorkommen, dass ein Stubentiger seine dringenden Geschäfte
an Orten verrichtet, die ganz und gar nicht dafür vorgesehen
sind. Ist dies der Fall, sollte man erst einmal nach den Ursachen
für dieses Verhalten suchen. Kennt unser Vierbeiner noch
keine Katzentoilette? Hat er sein Geschäft vorher nur
im Garten verrichtet? Ist die Katze unzufrieden (Protestpinkeln)?
Ist die Katzentoilette schmutzig? Kann unsere Katze die Katzenstreu
nicht leiden? Es gibt viele Ursachen für Unsauberkeit
und ihnen muss man auf den Grund gehen. Fehler innerhalb der Katzen-Erziehung: - Schlagen Geeignete Erziehungsmethoden: - verbale Kommandos
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