Genetik der Exotic-Shorthair

Nach den Vererbungsgesetzen fallen in einer Mischpaarung
( Perser x Exotic ) in der Regel 50% Langhaar und 50 % Kurzhaar.

Ausnahme hierbei ist der Fall, daß die Exotic reinerbig ist. Hier sind dann die Nachkommen immer Kurzhaar.
Dabei ist es unbedeutend, ob der Kater oder Kätzin Exotic Shorthair ist.
Zum Begriff reinerbig ( homozygot ) ist in diesem Zusammenhang zu sagen, daß diese Begriffsbestimmung Aufschluß darüber gibt,
daß in der Erbanlage für Kurzhaar beide Gene Kurzhaar-Allele sind.
( Allele: So werden die gemeinsamen Erbanlagen bei Paarlingen bezeichnet ).

Für die Vererbung bedeutet dies, daß das Kurzhaargen dominant ( überdeckend ) ist.
Es setzt sich gegen das rezessive ( zurücktretend ) Langhaargen durch.
Der anderen vorkommende Fall ist, daß der Kater oder die Kätzin mischerbig
( heterozygot ) ist. Hierbei wird das Langhaargen rezessiv getragen.

Das bedeutet, daß das Langhaargen in der Erbanlage vorhanden ist, bei einer Mischerbigkeit aber nicht offen gezeigt wird.
Das Erscheinungsbild ( Phänotyp ) einer mischerbigen ESH
entspricht aber gleichwohl dem der reinerbigen Exotic.
Perserkatzen aus solchen Verpaarungen haben die gleiche Fellänge wie Perserkatzen aus Perser x Perser.

Einziges Unterscheidungskriterium, daß auch objektiv auffällt,
ist ein besseres, volleres Unterfell, daß die langen Haare besser zur Geltung bringt.

Das Gesamtbild dieser Tiere ist voller und voluminöser, da das Deckhaar besser steht und dem Tier einen besseren
Gesamteindruck verleiht, im Gegensatz zu Perser x Perser Verbindungen, bei denen das Fell nicht so steht.

Beim Kopf weisen die meisten aus Exotic Verpaarungen
stammenden Perser einen runderen, massiveren Kopf mit kürzerer Nase auf.

Daher ist eine EHS sehr wohl für eine EHS Zucht als auch für eine Perserzucht geeignet.